Kultur : NS-Beutekunst in North Carolina

In North Carolina hat das staatliche Kunstmuseum eingeräumt, dass sich in seinem Besitz NS-Beutekunst befindet. Dabei handele es sich um das Gemälde "Madonna und Kind in einer Landschaft" von Lucas Cranach dem Älteren, das die Gestapo 1940 in Wien dem jüdischen Geschäftsmann Philipp von Gomperz geraubt habe, sagte Museumsdirektor Lawrence Wheeler am Donnerstag. Der Jüdische Weltkongress hatte das Museum auf den Fall aufmerksam gemacht. Wheeler äußerte die Hoffnung, die Erben des ursprünglichen Eigentümers würden sich bereit erklären, das Gemälde weiter in dem Museum zu belassen. AP

Den Leo-Baeck-Preis verleiht der Zentralrat der Juden in diesem Jahr an das Ehepaar Berthold und Else Beitz. Die Laudatio wird Bundespräsident Johannes Rau halten. Der Zentralrat würdige mit seiner noch unter dem damaligen Präsidenten Ignatz Bubis beschlossenen Ehrung den Industriellen und seine Frau für deren Einsatz bei der Rettung einer großen Zahl von Juden vor der Ermordung in den NS-Vernichtungslagern. Der Preis wird am 10. Februar in Berlin überreicht.

Den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzungen verleiht die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in diesem Jahr an Armin Eidherr. Damit geht der angesehene Preis erstmals an einen Übersetzer aus dem Jiddischen. Den Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland erhält der polnische Dichter und Übersetzer von Hölderlin, Brecht und Celan Ryszard Krynicki. Beide Preise sind mit 20 000 Mark dotiert.

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