NS-Raubkunst : Baden-Württemberg gibt Gemälde von Carl Blechen zurück

Nach der Machtübernahme der Nazis wurde ein Werk von Carl Blechen zwangsversteigert. Nun haben es die rechtmäßigen Eigentümer vom Land Baden-Württemberg zurückerhalten.

Das Gemälde "Blick auf das Kloster Sta. Scolastica bei Subiaco" aus dem Jahr 1832 von Carl Blechen.
Das Gemälde "Blick auf das Kloster Sta. Scolastica bei Subiaco" aus dem Jahr 1832 von Carl Blechen.Foto: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / dpa

Das Land Baden-Württemberg hat den Nachkommen des jüdischstämmigen Verlegers Rudolf Mosse aus Berlin ein Gemälde von Carl Blechen (1798-1840) zurückgegeben. Das Kunstwerk war kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zwangsversteigert worden.

Es dürfe vorerst leihweise in der Sammlung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe bleiben, teilte das Kunstministerium am Montag mit. Der Förderkreis der Kunsthalle versuche, Gelder für einen Rückkauf zusammenzubringen. Allerdings sei noch offen, ob die Erbengemeinschaft einem Verkauf oder einer weiteren, langfristigen Nutzung als Leihgabe zustimme, sagte Provenienzforscherin Tessa Rosebrock. (dpa)

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