NS-Raubkunst : Kunsthalle Bremen gibt Gemälde zurück

Die Kunsthalle Bremen gibt den Erben von Jakob und Rosa Oppenheimer das Gemälde "Madonna mit Kind" aus dem Umkreis des italienischen Malers Bartolomeo Vivarini aus dem 15. Jahrhundert zurück.

Bremen - Nach einem Rückkauf soll das Bild in der Kunsthalle verbleiben, wie diese mitteilte. Bei Recherchen waren Mitarbeiter der Kunsthalle vor einem Jahr darauf gestoßen, dass das Gemälde als in der NS-Zeit unrechtmäßig enteignetes Kulturgut von den Erben Jakob und Rosa Oppenheimer gesucht wurde. Anfang 2006 sei daraufhin Kontakt zu den Vertretern der Erben aufgenommen worden. Nach entsprechender Prüfung habe der Kunstverein-Vorstand beschlossen, den Erben eine Erstattung von 40.000 Euro zu zahlen.

Der Kunstverein habe sich ethisch verpflichtet gefühlt, den Nachfahren Oppenheimers den heutigen Wert des Bildes zu erstatten, obgleich heute die rein rechtliche Durchsetzung des Anspruchs nicht mehr möglich wäre, hieß es. Die Finanzierung stelle für die Kunsthalle derzeit allerdings "noch ein großes Problem dar".

Laut Inventarbuch erwarb die Kunsthalle Bremen das Bild bei einer Versteigerung am 25. Januar 1935 bei Gaupe in Berlin. Wie sich herausstellte, wurden bei dieser Auktion ausschließlich unrechtmäßig enteignete Objekte versteigert. (tso/ddp)

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