NS-Zeit : Raubkunst im Internet

Über Kunst- und Kulturgüter, die als NS-Raubkunst gelten, gibt ab sofort das Internet Auskunft. Derzeit sind 100 Objekte einsehbar.

BerlinRechercheergebnisse zu möglicherweise im Dritten Reich von den Nazis geraubten Kunstwerken sind ab sofort im Internet einsehbar. Das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) veröffentlicht nach eigenen Angaben erstmals seine Kenntnisse zur Herkunft dieser Kunst- und Kulturgüter. Damit solle die Ernsthaftigkeit der deutschen Bemühungen mit Blick auf die Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts verdeutlicht werden.

Zunächst sind 100 Objekte unter badv.bund.de und provenienz.badv.bund.de einsehbar. Die Kunstwerke werden den Angaben zufolge derzeit größtenteils als Leihgaben in Museen ausgestellt. Dazu zählen zum Beispiel Werke aus der Sammlung für das ursprünglich von Adolf Hitler geplante "Führermuseum" in Linz. Seit Beginn der Recherchen zur Provenienz des bundeseigenen Kunstbestandes wurden von rund 2300 Kunstwerken aus ehemaligem Reichsbesitz etwa 500 Gemälde, Aquarelle und Skulpturen auf ihre Herkunft überprüft. Bislang wurden 36 der recherchierten Werke zurückgegeben beziehungsweise stehen kurz vor der Rückgabe. (mit ddp)

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