Kultur : Ökumenischer Kirchentag: Nur ein Drittel Katholiken

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Für den ersten Ökumenischen Kirchentag in Deutschland haben sich nach Angaben der katholischen Initiative „Wir sind Kirche“ mehrheitlich Protestanten angemeldet. Nur etwa ein Drittel der Teilnehmer dürfte katholisch sein, sagte der Sprecher der Reformgruppe, Christian Weisner. „Es wäre ein schlechtes Zeichen, wenn dies bedeuten würde, dass sich die Katholiken nicht für die Ökumene interessieren“, sagte Weisner. Enttäuschend sei auch, dass einige namhafte Bischöfe nicht zum Laientreffen vom 28. Mai bis 1. Juni nach Berlin kommen wollten. Als „Unterlassungssünde“ der Kirchentagspitze kritisierte Weisner, dass der papstkritische Tübinger katholische Theologe Hans Küng nicht offiziell nach Berlin eingeladen sei. Er komme aber, gemeinsam mit dem französischen Bischof Jacques Gaillot, auf Bitte der Reformgruppe nach Berlin. Weisner verteidigte die Pläne seiner Organisation, trotz des Verbots durch die katholischen Bischöfe am Rande des Kirchentages in der evangelischen Gemeinde Prenzlauer Berg zu einem ökumenischen Gottesdienst mit Eucharistie nach katholischem Ritus und „offener Kommunion“ für alle Christen einzuladen. dpa

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