Olympia 2008 : Spielberg verunsichert - Peking taub

Scharfe Kritik an Regisseur Steven Spielberg: Für seine geplante Inszenierung der chinesischen Olympia-Feiern titulierte ihn die Schauspielerin Mia Farrow im "Wall Street Journal" als "die Leni Riefenstahl" der Pekinger Spiele.

Steven Spielberg
Steven Spielberg muss sich entscheiden. -Foto: ddp

PekingDie Olympia-Organisatoren in Peking wissen nichts von den Absichten des US-Regisseurs Steven Spielberg, aus Protest gegen Chinas Politik in Afrika seine Beratertätigkeit bei den Sommerspielen 2008 aufzugeben. "Ich habe nichts davon gehört", sagte der Kulturdirektor des Organisationskomitees, Zhao Dongming, auf Fragen vor der Presse in Peking.

Als Hintergrund für die Rückzugsabsichten hatte Spielbergs Sprecher auf die umstrittene Rolle Chinas im Sudan und die Flüchtlingstragödie in Darfur verwiesen. Spielberg hatte deswegen an Chinas Präsident Hu Jintao geschrieben. "Alle Optionen sind auf dem Tisch", sagte der Sprecher vergangene Woche dem US-Sender ABC. Der Oscar-Preisträger war wegen seiner Pläne, bei der Inszenierung der chinesischen Olympia-Feiern ehrenamtlich zu helfen, in die Kritik geraten. US-Schauspielerin Mia Farrow fragte im März in einem Kommentar im "Wall Street Journal", ob Spielberg "als die Leni Riefenstahl der Pekinger Spiele in die Geschichte eingehen" wolle. Riefenstahl hatte die Olympischen Spiele 1936 in Deutschland im Sinne der NS-Machthaber filmisch dokumentiert. (mit dpa) 

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