Open Air : Musikfestspiele Potsdam feiern Joseph Haydn

Anlässlich des 200. Todestages von Joseph Haydn widmen die Musikfestspiele Potsdam dem Komponisten ein großes Open Air.

1787 erhielt Friedrich Wilhelm II. Post aus dem österreichischen Eisenstadt: Joseph Haydn, Hofcompositeur der Fürsten Esterhazy, erlaubte sich untertänigst, dem preußischen Regenten seine Streichquartette Opus 50 zukommen zu lassen. Der allen Musen zugetane König wird sicherlich schnell eine Aufführung der Werke angeordnet haben – schließlich galt Haydn zu der Zeit als interessantester Tonsetzer in ganz Europa.

Wenn sich die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci dem Komponisten anlässlich seines 200. Todestags widmen, wollen sie noch einmal die Aufbruchstimmung heraufbeschwören, die am Ende des 18. Jahrhunderts in der Musikwelt herrschte: Sinfonie, Streichquartett und Klaviersonate waren neue Gattungen, die sich damals – vor allem auch dank Haydn – zu voller Blüte entwickelten.

Beim Eröffnungskonzert am 12. Juni konfrontiert das Ensemble "Il Giardino Armonico“ Haydns geistreiche "Tageszeiten“-Sinfonien mit spätbarocken Werken von Georg Joseph Werner, seinem Vorgänger am Esterhazyschen Hof. Bei einem Open Air im Schlosspark soll die Atmosphäre im Wiener Prater zu Haydns Zeiten lebendig werden, es gibt einen "Kaiserlichen Maskenball“ in der Orangerie sowie eine in Szene gesetzte Tafelmusik im Säulenhof von Sanssouci. Neben exquisiter Kammermusik würdigt die Academy of Ancient Music den bedeutenden Sakralmusikmeister Haydn, außerdem gibt es seine Marionettenoper "Philemon und Baucis“ sowie die opera buffa "L’infedeltà delusa“.  F. H.

Informationen: Tel.-Nr. 0331 28 888 28 oder www.musikfestspiele-potsdam.de

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