"Open Op" : Neues Musiktheaterfestival in Neukölln

"Rettet die Wale, spendet für die Welt!", singt Michael Jackson, bevor er wieder im Koffer verschwindet. Michael Jackson gehört zu einer der Puppen, die als "Helden der Oper" auf der nach eigenen Angaben "kleinsten Gala der Welt" das "Open Op"-Festival an der Neuköllner Oper eröffnen werden.

Nicole Köstler

 Dort wird vom 8. bis 18. April experimentelles Musiktheater im kleinen Format gezeigt. Ermöglicht wird das Projekt durch die Kulturstiftung des Bundes, die das Festival mit 235 000 Euro fördert.

Es soll ein Spiel mit der Ferne und den Genres werden. „Open Op heißt Open Opera“, erklärt Bernhard Glocksin, einer der drei künstlerischen Leiter des Festivals. „Open steht für offenes Musiktheater, oder kann als Imperativ wirken: Öffne die Sinne!“ Während der zehn Festivaltage werden 13 Produktionen aus fünf Gastländern sowie acht Uraufführungen zu sehen sein. Was im Osten und an den Rändern Europas los ist, zeigt das mazedonischen Stück „Songs for Maria“. Und Rainald Grebe präsentiert mit seiner „Kapelle der Versöhnung“ eine musikalische Klimarevue.

Das Festival vergisst auch die Straßen seines Neuköllner Kiezes nicht: In „New Babel Sounds“ bringt David Moss einen multinationalen Chor aus Neuköllner Laien zum Singen. Enthusiastische Sänger werden für das Projekt zurzeit noch gesucht und können sich auf der Internetseite www.festival-openop.de informieren. „Open Op“ will aber nicht nur eine außergewöhnliche Werkschau des Musiktheaters im Taschenformat zusammentragen, sondern auch den Künstlern die Möglichkeit geben, sich international zu vernetzen und an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Auch der künstlerische Nachwuchs soll nicht zu kurz kommen: Stipendien werden an Nachwuchskünstler aus dem In- und Ausland vergeben. Die Stipendiaten werden eingeladen, sich alle Produktionen anzusehen, an Workshops teilzunehmen und die Idee des kleinformatigen Musiktheaters in die Welt hinauszutragen. 

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