• Oper als Comic: Doris Dörrie inszeniert „Turandot“ Die Filmregisseurin arbeitet zum zweiten Mal in der Staatsoper

Kultur : Oper als Comic: Doris Dörrie inszeniert „Turandot“ Die Filmregisseurin arbeitet zum zweiten Mal in der Staatsoper

Franziska Richter

„So schön werde ich es nie wieder haben“, schwärmt Doris Dörrie von ihrer Zeit an der Staatsoper, wo sie vor zwei Jahren mit ihrer ersten Operninszenierung – Mozarts „Così fan tutte“ – einen Riesenerfolg feierte. Nicht so pessimistisch, Frau Dörrie! Wer jetzt einen Blick auf ihre zweite Opernarbeit, Puccinis „Turandot“, werfen darf, wird überrascht sein: Für die Produktion, die am 27.9. Premiere Unter den Linden herauskommt, hat sich die Filmregisseurin wieder ganz schön was einfallen lassen! Sie katapultiert die Geschichte in die Welt japanischer Mangas. Dörrie, die sich vor fünf Monaten ein Klavier anschaffte und nun fleißig Noten übt, findet Opernregie viel aufregender als Filme zu drehen. An eines allerdings muss sie sich noch gewöhnen: „Dass eine Oper nicht mit mindestens 500 Kopien in 50 Städten gleichzeitig startet!“

Dass die „Bild“-Zeitung und der Kaffeeröster Eduscho die Vorpremiere am kommenden Mittwoch zu einem Event für geladene Gäste nutzen dürfen, hat übrigens ein positives Nachspiel: Dank der Summe von 50000 Euro, die die Staatsoper an diesem Abend einnimmt, kann sie im Februar 2004 jungen Klassikfans 5000 Tickets zum Preis von sieben Euro anbieten.

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