Oper : Hausaufgaben mag ich nicht!

"Das Kind und der Zauberspuk" in der Komischen Oper Berlin

Isabelle-Cathrin Buciak

Klirr, krach, knatsch – eine Kanne, eine Tasse, zwei Stühle und eine zerrissene Decke fliegen durchs Zimmer, dazu zerrissene Hefte und ein Märchenbuch. Die Katzen werden gequält, die Mutter geärgert, das Kaminfeuer mutwillig gelöscht und die Zeiger der Uhr abgerissen und weggeworfen. Es steht ein wütendes Kind im Zimmer, das sich weigert, seine Mathehausaufgaben zu machen und deswegen alle Möbel und Spielsachen zerstört. Kennt ihr das? Bestimmt geht es euch manchmal auch so, aber hoffentlich werdet ihr nicht wie das Kind mit Hausarrest und Essensentzug bestraft. So liegen die zerstörten Sachen im Zimmer herum. Doch plötzlich werden alle Gegenstände lebendig und fangen an, das Kind zu bedrohen. Die Prinzessin aus dem Märchenbuch beklagt sich, dass jetzt niemand mehr nachlesen kann, wie ihr Märchen ausgeht. Es sieht so aus, als würde die Geschichte ein böses Ende nehmen.

Dies ist eine kurze Beschreibung aus der Kinderoper „Das Kind und der Zauberspuk“. Ich selbst war bei der Premiere dabei und fand, dass es ein farbenfrohes, fantasievolles und schönes Stück ist. Ein wenig gruselig ist es auch. Besonders gut haben mir die Drehbühne und die Schatteneffekte gefallen. Natürlich wurde der Text, wie es sich in einer Oper gehört, gesungen, und ein Orchester spielt die Musik dazu. Na, neugierig geworden? Dann geht in die Komische Oper Berlin und guckt euch die Kinderoper „Das Kind und der Zauberspuk“ von Maurice Ravel an. Isabelle-Cathrin Buciak

Komische Oper, So 18.11., 16 Uhr, Kinder ab 8 €, Erwachsene 16 €, Tel.: 479 974 90. Isabelle-Cathrin Buciak ist 10 Jahre alt und wohnt in Zehlendorf.

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