Kultur : OPERNFILM Kenneth Branagh –

Die Zauberflöte

Stephanie Grimm

Kenneth Branaghs Adaption von Mozarts „Zauberflöte“ soll jenen, die es nicht in die Oper zieht, den Einstieg erleichtern. Doch warum hat sich Branagh ein schon in so vielen Variationen durchgenudeltes Werk vorgenommen? Es erschließt sich nach zwei langen Stunden nicht, welchen Mehrwert das Medium Film im Fall der „Zauberflöte“ beisteuern kann. Dabei hat sich der Regisseur einiges einfallen lassen: Die Handlung ist auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges verlegt, sein Kollege Stephen Fry übersetzte das Libretto in ein stimmiges Englisch. Dazu hat Branagh starke digitale Landschaftsbilder entwickelt, etwa das eindrucksvolle Schlachtfeld der Anfangssequenz. Trotz dieser Spielereien lässt einen die Inszenierung seltsam unberührt. Schwunglose Mozart-Adaption. Stephanie Grimm

„Kenneth Branagh – Die

Zauberflöte“, GB/F 2006,

135 Min., R: Kenneth Branagh,

D: Joseph Kaiser, Amy Carson

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