Kultur : Opernreform: Flierl bespricht sich

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Mit einem Treffen des Berliner Kultursenators Thomas Flierl (PDS) und der Intendanten der drei Berliner Opernhäuser hat am Donnerstag ein neuer Anlauf zu einer Opernreform in der Hauptstadt begonnen. Über den Inhalt des Gesprächs sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein Sprecher der Kulturverwaltung. An diesem Freitag empfängt Flierl die Vertreter der Förderkreise von Staatsoper Unter den Linden, Deutscher Oper und Komischer Oper. Bis zum Jahresende muss der Kultursenator dem Abgeordnetenhaus ein Konzept vorlegen, nach dem die Opernhäuser stärker zusammenarbeiten und ihr künstlerisches Profil schärfen sollen. Aus dem Haus von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) war eine Kürzung von rund 30 Millionen Euro an Subventionen für die Opern gefordert worden. Die drei Häuser erhalten jährlich rund 120 Millionen Euro an öffentlichen Geldern.   Auf dem Tisch liegen Reformvorschläge von AltBundespräsident Richard von Weizsäcker sowie von Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer und dem früheren Festspiele-Intendanten Ulrich Eckhardt.

Weizsäcker plädiert für ein „Kulturforum Mitte“ mit Staatsoper, Komischer Oper, Konzerthaus am Gendarmenmarkt und der Musikhochschule „Hanns Eisler“. Vollmer und Eckhardt wollen dagegen die drei Opernhäuser in einen Stiftungsverbund überführen. Bei beiden Vorschlägen wird von einer finanziellen Beteiligung des Bundes ausgegangen.dpa

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