Kultur : Opernstiftung: Weiss warnt vor Scheitern in Berlin

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In der Diskussion um die Neuordnung der Berliner Opernlandschaft hat Kulturstaatsministerin Christina Weiss vor einem Scheitern der geplanten Stiftung für die drei Musiktheater gewarnt. Das zwischen dem Bund und Berlin ausgehandelte Stiftungsmodell sichere das Fortbestehen aller drei Berliner Opernhäuser, sagte Weiss gegenüber dpa. Sollte die Lindenoper aus dem Verbund herausgelöst werden wie von CDU und FDP geplant, werde der Bund die zugesagten weiteren 22 Millionen Euro für die Hauptstadtkultur zurückziehen. „Es geht ganz oder gar nicht“, sagte die Staatsministerin. „Berlin muss klar sein, dass man bei Ablehnung unseres Stiftungsmodells 22 Millionen Euro jährlich einfach so wegschmeißt.“ Gleichzeitig appellierte sie an das Berliner Abgeordnetenhaus, am kommenden Donnerstag dem Stiftungsgesetz in der vorliegenden Form zuzustimmen. Der Antrag der Vorsitzenden von CDU und FDP im Bundestag, Angela Merkel und Wolfgang Gerhardt, die Staatsoper Unter den Linden dem Bund zu unterstellen, „schafft nur Unfrieden, kommt viel zu spät und ist nicht realisierbar“, sagte Weiss. Die Berliner Opernhäuser werden derzeit jedes Jahr mit rund 96 Millionen Euro vom Land Berlin subventioniert. dpa

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