Kultur : Opernstiftung: wieder alles anders?

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Die Grünen-Kulturpolitikerin Alice Ströver befürchtet gravierende Auswirkungen der geplanten Sparmaßnahmen in der Berliner Opernstiftung auf den Spielbetrieb der drei Opernhäuser. Die öffentlichen Zuwendungen für die Staatsoper Unter den Linden sowie Deutsche Oper und Komische Oper sollen von 112 Millionen Euro in diesem Jahr auf 99 Millionen Euro im Jahr 2009 gekürzt werden. „Das ist eigentlich von den Opern in dieser Frist überhaupt nicht zu schaffen“, sagte die Vorsitzende des Kulturausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses. Heute wird sich der Ausschuss mit den Problemen der Opernstiftung befassen. Um die Schließung eines Hauses aus politischen Gründen zu vermeiden, so glaubt Ströver, gebe es offenbar Überlegungen zu einem so genannten Staggione- beziehungsweise teilweisen En-suite-Betrieb in der Lindenoper sowie zu einer Art Festival- und Tanzbetrieb in der Komischen Oper und einem normalen Opernrepertoire in der Deutschen Oper in der Bismarckstraße. Damit würde die Staatsoper zu einem „Repräsentationshaus mit Mainstream-Charakter, um das Haus voll zu kriegen“. Kultursenator Thomas Flierl hatte kürzlich eine Überarbeitung des Reformkonzepts durch Michael Schindhelm, den Generaldirektor der Opernstiftung, noch vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 17. September angekündigt. dpa

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