Kultur : Orchesterkrise durch Verzicht auf Medienpauschale beendet

Dem künftigen Intendanten der Deutschen Oper Berlin, Udo Zimmermann, ist es gelungen, die Orchesterkrise an dem Haus zu beenden. Bei nur sechs Gegenstimmen akzeptierten die Musiker einen Verhandlungsvorschlag, den Zimmermann in einem zweistündigen Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister Diepgen abgestimmt hatte: Danach verzichtet das Orchester für die kommenden zwei Jahre komplett auf die sogenannte "Medienpauschale". Rechtzeitig zu seinem Amtsantritt 2001 will Zimmermann im Gegenzug dafür sorgen, dass den Musikern der Deutschen Oper dieselbe Gehaltsstufe wie ihren Kollegen in Leipzig, Hamburg oder Dresden garantiert wird. Zimmermann betonte gegenüber dem Tagesspiegel, es gehe ihm vor allem darum, die "künstlerische Identität" der Deutschen Oper und ihre Stellung innerhalb der internationalen Musikszene zu schützen.

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