Kultur : Oscar-Kontroverse um Palästina-Film „Divine Intervention“

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Der preisgekrönte palästinensische Film „Divine Intervention“ wird nicht am diesjährigen OscarWettbewerb um den besten ausländischen Film teilnehmen. Während sich 54 Länder bei der Academy bewarben, löste die schwarze Komödie von Regisseur Elia Suleiman im Vorfeld der Oscar-Nominierungen nun eine Kontroverse aus. Academy-Sprecher John Pavlik teilte am Mittwoch in Los Angeles mit, dass der Film anders als angekündigt nicht eingereicht und deshalb von den Akademie-Mitgliedern auch nicht in Erwägung gezogen worden sei. Produzent Humbert Balsam sagte in der „Zeit“, seine Nachfrage nach den Chancen einer Nominierung sei von der Akademie abgeschmettert worden, weil Palästina kein eigenständiger Staat im Sinne der UN-Richtlinien sei. Balsam vermutet Bedenken der Akademie, einen propalästinensischen Film als Kandidaten aufzustellen. Sprecher Pavlik zufolge macht die Academy von Fall zu Fall aber durchaus Ausnahmen von den UN-Richtlinien, wie etwa bei Puerto Rico, Taiwan und Hongkong. dpa

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