Kultur : Oscar-Preisträger: Wo sind die deutschen Cineasten?

Der deutsche Oscar-Preisträger Florian Gallenberger hat den Verlust der Filmkultur in Deutschland beklagt. "Ich war ganz überrascht festzustellen, mit wie viel Leidenschaft die Kubaner hier in die Filmsäle strömen, etwas, das so nicht in Deutschland passiert", sagte der Regisseur am Montag in Havanna, wo er am XXIII. Festival des Neuen Lateinamerikanischen Kinos teilnimmt. Dort wird auch sein in Hollywood preisgekrönter Kurzfilm "Quiero Ser" (Ich möchte sein) gezeigt. Das Filmfestival gilt als das bedeutendste in ganz Lateinamerika. Es endet am Donnerstag mit der Verleihung der Coral-Filmpreise.

"Seit meinen Zeiten als Student an der Münchner Filmhochschule habe ich davon geträumt, am Filmfestival in Havanna teilzunehmen", sagte Gallenberger weiter. Der Gewinn des Oscars habe sein Leben verändert. Jetzt sei es für ihn zum Beispiel deutlich leichter geworden, Mittel für neue Projekte zu bekommen. Gallenberger, dessen 34-minütiger Film die Geschichte zweier mexikanischer Straßenjungen erzählt, deren Wege sich trennen, kündigte an, er werde demnächst einen Film im indischen Kalkutta drehen.

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