Kultur : Oscarpreisträgerin Eileen Heckart gestorben

Die Schauspielerin Eileen Heckart, die am Broadway wie in Hollywood Erfolge feierte, ist tot. Die Oscar-Preisträgerin erlag im Alter von 82 Jahren einem Krebsleiden. "Es stimmt nicht, dass ich exzentrisch bin", hatte die humorvolle Heckart in einem Interview Ende der 80er Jahre gesagt. "Ich bin immer pünktlich, kenne immer meinen Text und benehme mich schon seit Jahren völlig normal." Hollywood hatte sie mehrfach für die Verkörperung eigenwilliger Frauentypen engagiert. In "Die Hölle ist in mir" war 1956 Paul Newman ihr Partner. Im selben Jahr zeigte sie in "Bus Stop" Marilyn Monroe wie man schauspielert. In "Hitzewelle" sah man sie 1958 neben Anthony Quinn und zwei Jahre später in "Die Dame und der Killer" neben Quinn und Sophia Loren. Ihren Oscar als beste Nebendarstellerin bekam sie 1972 als die dominante Mutter eines blinden jungen Mannes (Edward Albert) in der Komödie "Schmetterlinge sind frei" mit Goldie Hawn. In ihrem Trophäenschrank bewahrte Heckart neben dem Oscar und zwei Emmys für Fernsehrollen einen Tony für ihr Lebenswerk als Bühnenschauspielerin auf. Der Theaterpreis, der ihr wohl mehr als alle anderen bedeutete, war ihr im Jahr 2000 verliehen worden. Zu ihren herausragenden Rollen gehörte die der Mutter Courage.

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