Kultur : Ostdeutsche Maler kritisieren DDR-Schau

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Ostdeutsche Künstler kritisieren die Berliner Großausstellung „Kunst in der DDR“. Der hallesche Maler Moritz Götze sagte der „Mitteldeutschen Zeitung“, die Schau vernachlässige die Provinz. Zudem müsse die Kunst der DDR so präsentiert werden, dass die Bedingungen ihres Entstehens mit begreifbar würden. „Das zu leisten, wäre sehr wichtig, kann aber von einer Ausstellung allein gar nicht geschafft werden. Es wären viele Ausstellungen zu diesem Thema notwendig.“ Der Leipziger Maler Wolfgang Mattheuer hatte die Schau, auf der er auch selbst vertreten ist, zuvor in der Zeitung ebenfalls gerügt: „Die Ausstellung hätte nicht stattfinden dürfen“, sagte er. „Nach 13 Jahren sollte man endlich aufhören, die DDR als einen Sonderfall zu behandeln.“ Er plädierte für eine große WestOst-Ausstellung unter dem Titel „Kunst aus der Zeit der Teilung“. dpa

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