Pablo Neruda : Vergiftet oder nicht? Leichnam von Pablo Neruda in Chile exhumiert

Sein Grab in Isla Negra wurde am Montag geöffnet, der Dichter liegt neben seiner dritten Frau, "zum Meer schauend". Nun wurden seine Überreste nach Santiago de Chile gebracht. Ein Expertenteam wird dort untersuchen, ob Neruda an Krebs starb oder von Agenten Pinochets ermordet wurde, wie sein Fahrer behauptet.

Eine Band aus San Antonio spielt während der Exhumierung des Leichnams von Pablo Neruda vor dessen Haus am Pazifik.
Eine Band aus San Antonio spielt während der Exhumierung des Leichnams von Pablo Neruda vor dessen Haus am Pazifik.Foto: FELIPE TRUEBA/dpa

„Werner Herzog Eats His Shoe“: Dokumentarist Les Blank gestorben

Sein bekanntester Film dauert 20 Minuten und zeigt Werner Herzog, der seinen Schuh isst: Der US-Regisseur Les Blank ist am Sonntag 77-jährig gestorben. Er hat sich als Macher von Musikdokumentationen einen Namen gemacht und stand hinter der Kamera, als Herzog nach einer verlorenen Wette mit dem Dokumentarfilmer Errol Morris 1980 seinen mit Knoblauch und Entenfett weichgekochten Schuh öffentlich verspeiste, in einem Kinosaal in Berkeley. Herzog nahm Blank dann mit in den südamerikanischen Urwald, zum Dreh von „Fitzcarraldo“ mit Klaus Kinski – wozu Blank ebenfalls eine Dokumentation realisierte. Seinen letzten Film – über einen abgelegenen chinesischen Volksstamm – drehte er mit der Chinesin Yan Chun Su. Tsp/dpa

Spanische Schauspielerin

Sara Montiel gestorben

Sara Montiel, eine Diva des spanischen Kinos, ist am Montag mit 85 Jahren in Madrid gestorben. Montiel war die erste Spanierin, die in Hollywood Erfolg hatte. In Robert Aldrichs Film „Vera Cruz“ stand sie 1954 mit Gary Cooper und Burt Lancaster vor der Kamera. In Spanien trat sie in über 50 Filmen auf und wurde zum Sexsymbol der 50er und 60er Jahre. Sie ging auch als Sängerin auf Tournee und nahm mehrere Schallplatten auf. Montiels erster von vier Ehemännern war der US-Regisseur Anthony Mann. dpa

Leichnam des chilenischen

Dichters Pablo Neruda exhumiert

Die sterblichen Überreste des chilenischen Dichters Pablo Neruda (1904 – 1973) sind am Montag in Chile exhumiert worden. In Anwesenheit des Richters Mario Carroza wurde in Isla Negra, 120 Kilometer westlich von Santiago de Chile, das Grab ausgehoben, zum Transport nach Santiago wurde der Sarg in eine chilenische Fahne gehüllt. Ein internationales Expertenteam soll klären, ob der Literaturnobelpreisträger von Agenten des Diktators Pinochet vergiftet wurde. Bislang gilt als Todesursache ein Prostatakrebsleiden. Neruda starb wenige Tage nach dem Militärputsch, der Pinochet im September 1973 an die Macht brachte. dpa

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