Kultur : „Padre nuestro“ siegt im Festival von Sundance

-

Das amerikanische Einwandererdrama „Padre nuestro“ ist der Gewinner des Sundance Film Festivals. Das Regiedebüt von Christopher Zalla (37) um einen mexikanischen Jungen auf der Suche nach seinem Vater erhielt den Preis für das beste Drama. Der Anti-Kriegsfilm „Grace Is Gone“ mit John Cusack als Kriegswitwer und Familienvater wurde mit dem Zuschauerpreis ausgezeichnet. Eine ehrende Anerkennung erhielt der deutsche Kurzfilm „Motodrom“ von Jörg Wagner. Das 1981 von Robert Redford gegründete Festival ist das weltweit wichtigste Filmfest für unabhängige Produktionen. Weitere Preise gab es für den israelischen Kibbuz-Film „Sweet Mud“ (Dror Shaul) und das irische Straßenmusical „Once“ (John Carney). Zu den Gewinnern in den Dokumentarfilm-Kategorien gehörten die Produktion „Manda Bala“ von Jason Kohn über Korruption und Erpressung in Brasilien sowie der dänische Film „Enemies of Happiness“, in dem Eva Mulvad und Anja Al Erhayem vom Kampf einer afghanischen Frauenrechtlerin erzählen. Einen Sonderpreis erhielt Charles Fergusons Dokumentation „No End In Sight“ über den US-Einsatz im Irak. Für heftige Diskussionen sorgte das Drama „Hounddog“, in dem die zwölfjährige Schauspielerin Dakota Fanning in einer Vergewaltigungsszene zu sehen ist. Ein republikanischer Landesabgeordneter forderte, dass öffentlich geförderte Filme künftig vor der Bewilligung von Geldern ihr Drehbuch vorlegen müssten. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben