Kultur : Pamuk: „Ich verteidige, was ich gesagt habe“

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Der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk, der am heutigen Sonntag mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird, hat sich für die Meinungsfreiheit und die Respektierung der Menschenrechte in seinem Heimatland eingesetzt. Jeder in der Türkei müsse seine Gedanken frei äußern können, sagte Pamuk am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse. Der 53jährige Autor wünschte sich erneut „von ganzem Herzen, dass die Türkei Teil der Europäischen Union wird“. Außerdem bekräftigte er seine Äußerungen zum Massaker an „einer Million Armenier“ im alten Osmanischen Reich sowie zum Tod von 30000 Kurden in der Türkei, an die er bereits in einem Interview mit einer Schweizer Zeitung Anfang des Jahres erinnert hatte. „Ich verteidige das, was ich gesagt habe, Wort für Wort.“ In der Türkei muss sich Pamuk deshalb demnächst wegen „Herabsetzung des Türkentums“ vor Gericht verantworten. „Ich versuche, mit erhobenem Haupt meine Verantwortung zu übernehmen“, sagte er zu dem Prozess, der ihn im Dezember in Istanbul erwartet. dpa

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