Kultur : Panne mit Folgen Weimar: Goethe-Museums-Direktor amtiert nur noch kommissarisch

Die Berufung von Gerhard Schuster zum Direktor des Goethe-Nationalmuseums Weimar ist nach der überraschend verschobenen Museumseröffnung aufgehoben worden.Er sei wieder nur kommissarischer Leiter des Museums, sagte Rolf Lettmann, Vertreter von Kulturminister Gerd Schuchardt im Stiftungsrat.Schuchardt selbst hatte nach der Krisensitzung des Stiftungsrates der Stiftung Weimarer Klassik personelle Konsequenzen zunächst nicht erwähnt.Auf der Sitzung wurde über die Pannen gesprochen, die zur Verschiebung der Museumseröffnung geführt hatten.Schuster war zum 1.Januar offiziell zum Direktor des Museums ernannt worden.Der Berufungsbeschluß Schusters vom 24.November sei noch nicht umgesetzt gewesen, erklärte Lettmann.Schuchardt, der auch Vorsitzender des Stiftungsrates ist, sagte, es sei ungewiß, ob die Stelle neu ausgeschrieben werde.Die Verlegung des Eröffnungstermins hatte zum Beginn des Weimarer Kulturstadtjahres 1999 für erhebliche Verstimmung gesorgt.Stiftungspräsident Seifert hatte angekündigt, daß das Museum wegen Problemen bei der Einrichtung der Ausstellung statt wie vorgesehen zur Eröffnung des Kulturstadtjahres am 20.Februar erst am 1.Mai eröffnet werden könne.

Unterdessen gab der Veranstalter des Kulturstadtjahres Änderungen und Erweiterungen des Programmes im Bereich Theater bekannt.Aus technischen Gründen entfalle wird Robert Wilsons geplante Inszenierung von "Death, Destruction and Detroit III".Neu im Programm ist unter anderem Luc Bondys Inszenierung von Becketts "Warten auf Godot" (Premiere: 19.April).Am heutigen Freitag wird das Projekt "Zeitschneise" eröffnet, eine Fußstrecke zwischen der "Ettersburg", einem ehemaligen Musenschloß, und dem Konzentrationslager Buchenwald.

Informationen im "Salve"-Shop in Weimar und unter Tel.: 03643/240025.

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