Kultur : Papa wird’s schon richten

Britta Nonnast debütiert als witzige Erzählerin.

Aleksandra Lebedovicz

„;Das ist gar nicht unsere Stadt!’, rief Michi empört, als er mit seinem Papa von der Autobahn abfuhr und die ersten Wohnhäuser sah. ,Wie komme ich dann in meinen Kindergarten? Ich kann doch nicht mit dem Fahrrad über die Autobahn fahren!’“. Der Fünfjährige ist ziemlich verblüfft, als er mit seinem Papa ihr neues Zuhause besichtigt. Dabei sind die zwei echte Glückspilze – sie haben das „Casa Rosa“ von Tante Röschen geerbt. Wäre da bloß nicht der Umzug in eine neue Stadt. Doch das ist erst der Anfang von Michis Sorgen.

Das rosafarbene Häuschen steckt offensichtlich nicht nur voller Arbeit, sondern auch voller Plagegeister. Kaum sind die Umzugskisten ausgepackt, tauchen die ungebetenen Gäste auf. Krokodile, zottelige Barbaren, Räuber und schmuddelige Bleichgesichter ziehen in Michis Träume ein. Zum Glück ist der Papa da! Gemeinsam sagen sie den aufgeblasenen Schlafstörern den Kampf an und erleben dabei ungewöhnlichste Abenteuer.

In ihrem Erstlingswerk „Michi, Papa und ein Haus voller Träume“ nimmt Britta Nonnast das Umzugsszenario zum Anlass, Sorgen und Fantasien eines jeden Vorschulkindes aufzugreifen und schafft es, diese zu einer lebendigen und humorvollen Erzählung zu verflechten. Entstanden sind zehn Vorlesegeschichten über Alltagsängste und ein pfiffiges Männerduo. Aleksandra Lebedovicz





Britta Nonnast (Text), Heike Herold (Illustration):
Michi, Papa

und ein Haus voller Träume. Beltz & Gelberg, Weinheim 2011. 144 Seiten. 12,95 Euro. Ab fünf Jahren.

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