PAUKEN & Trompeten : Da capo, Professor!

Jörg Königsdorf

Genau zehn Jahre ist es her, dass Kolja Blacher seinen Posten als Konzertmeister der Berliner Philharmoniker mit einer Professur in Hamburg vertauschte. Seit einigen Monaten aber ist er wieder zurück und unterrichtet an der Hanns-Eisler-Hochschule den Spitzennachwuchs im Geigenfach. Noch lieber würde man ihn natürlich wieder bei den Philharmonikern sehen, wo dieser Tage gerade Bewerber um die freie Konzertmeister- Stelle vorspielen. Im Training ist Blacher durch seine Mitwirkung in Claudio Abbados Luzerner Festival Orchester ja geblieben. Am Montag wird er zusammen mit seinem langjährigen Recital-Partner Vassili Lobanov sein professorales Antrittskonzert im kleinen Saal des Konzerthauses geben. Auf dem Programm stehen Violinsonaten von Ravel, Cesar Franck und Schostakowitsch sowie Bachs berühmte Chaconne für Violine solo.

Blachers Recitalabend ist nur ein Beispiel für die prominent besetzten Konzerte der beiden Berliner Musikhochschulen, in denen man erstrangige Künstler zu wesentlich niedrigeren Eintrittspreisen hören kann als sonst. Das gilt auch für die „Crescendo“-Festwochen der UdK, in deren Rahmen am Donnerstag das Artemis-Quartett gegen Obolus von neun, ermäßigt sogar fünf Euro auftritt. Der Abend im Joseph-Joachim-Konzertsaal an der Bundesallee ist auch deshalb von besonderem Interesse, weil die Musiker hier eine Herzensangelegenheit ihres Cellisten Eckhard Runge präsentieren: Musik des argentinischen Tangokönigs Astor Piazzolla in Arrangements für Streichquartett und Klavier.

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