PAUKEN & Trompeten : Zu Hilfe, Wochenende!

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Auch schon seit halb sieben wach, weil die lieben Kleinen es so wollten? Manche Kinder haben ja eine innere Uhr, die Migräne hervorruft, nicht bei ihnen selbst natürlich, sondern bei ihren Eltern. Erfreulicherweise fangen die Fernsehanstalten noch vor dem Morgengrauen an mit der Ausstrahlung von Kindersendungen, sodass man wenigstens im Halbschlaf von einem echten Wochenende träumen kann. Allerdings beginnt ungefähr um halb zehn das schlechte Gewissen zu pochen, abermals nicht bei den Kindern, sondern wieder bei den Eltern, schließlich führt Fernsehen bekanntlich zu viereckigen Augen, ADHS, mangelnder Fantasie und Markenfetischismus.

Zum Glück gibt es heute ein Hilfsangebot von außen, nämlich ein Kinderkonzert an der Komischen Oper. Um elf Uhr geht es los! Und noch sind genügend Karten im Kontingent! Schnell gefrühstückt also, die Kinder unter den Arm gepackt. Erzählen Sie ihnen, dass ein Sänger auftritt und eine Puppe namens Jakob mitspielt und dass ein ganzes Symphonieorchester mit einem echten Dirigenten zu sehen sein wird. „Guten Appetit“ heißt das Konzert für Kinder ab vier Jahren, „Musik zwischen Suppe und Nachtisch“, und natürlich geht es um Tafelmusiken, Trinklieder und das Geräusch knurrender Mägen, werden Werke von Beethoven, Telemann und Johann Strauß (Sohn) musiziert.

Sind die Kinder schon etwas größer, können Sie den Sonntag entspannt angehen: Dann empfiehlt sich am Donnerstag der Besuch beim Kreativorchester im Foyer der Philharmonie. Aus Instrumentalisten zwischen 14 und 20 Jahren bestehend, hat das Orchester, das erstmals im Rahmen des Schulorchestertreffens 2012 zusammenfand, sich nun an Schostakowitschs Sechste gewagt. Nicht direkt zwar, das Stück selbst wird nicht zur Aufführung gebracht. Aber doch auf Umwegen – zu hören sind Improvisationen und tönende Geschichten zur Musik; die Jugend spielt, der Bratscher Martin Stegner und der Schlagzeuger Raphael Haeger leiten den Abend.

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