• PDS und SPD - Wandel durch Annäherung?: Eklat mit Blumen - Die SED-Nachfolgepartei und der Mauerbau

Kultur : PDS und SPD - Wandel durch Annäherung?: Eklat mit Blumen - Die SED-Nachfolgepartei und der Mauerbau

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In diesem Jahr jährt sich der Bau der Mauer zwischen Ost und West zum 40. Mal. Für die PDS ist der 13. August ein schwieriger Tag, auch wenn sich die Partei bereits auf ihrem Gründungsparteitag 1989 für das Mauerregime und seine Opfer entschuldigte. Seitdem distanziert sich die PDS in Erklärungen vom Mauerbau. Anfang der 90er Jahre war diese Position intern nicht unumstritten, auch wenn viele Mitglieder von einem "Kainsmal" sprechen. Heute gibt es aber nur wenige in der PDS, die der Mauer noch positive Aspekte abringen können.

Gleichzeitig ist die Akzeptanz der Partei bei den Maueropfern und ihren Angehörigen gestiegen. Noch vor wenigen Jahren waren PDS-Vertreter bei Gedenkveranstaltungen am Brandenburger Tor angefeindet worden, wenn sie Blumen niederlegten. So kam es 1997 zum Eklat, als einige Maueropfer das PDS-Gesteck wieder entfernten. Doch hat sich die Stimmung mittlerweile etwas entspannt.

Vor der friedlichen Revolution von 1989 spielte der 13. August in der DDR keine große Rolle. Allerdings beschäftigte sich das "Neue Deutschland" in mehreren Beiträgen alljährlich mit dem Tag. Im Vordergrund stand auch hier das Gedenken an die Opfer - allerdings vor allem unter den Grenzsoldaten, die bei der Verfolgung von Flüchtlingen ums Leben kamen.

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