Kultur : "Pearl Harbor": Das Epos verfehlt Einspielrekord in Amerika

Der amerikanische Kriegs- und Liebesfilm "Pearl Harbor" hat sich an seinem Startwochenende erwartungsgemäß an die Spitze der US-Kinocharts gesetzt, konnte jedoch gegen erkennbare Ambitionen, die sich auch in einer gewaltigen Werbekampagne ausgedrückt hatten, keine Rekorde brechen. Das Epos, das sich zunächst anderthalb Stunden überwiegend einer Liebesgeschichte widmet, um in seiner zweiten Hälfte zeitweise ausladend den Angriff der japanischen Luftwaffe auf die US-Marine in Pearl Harbor im Dezember 1941 nachzuinszenieren, spielte nach vorläufiger Schätzung rund 75 Millionen Dollar ein. Das beste Ergebnis eines Startwochenendes hält Steven Spielbergs "Jurassic Park II": Der Film erzielte vor vier Jahren binnen vier Tagen rund 92 Millionen Dollar. Ob "Pearl Harbor" wiederum den Welterfolg von "Titanic" auch nur annähernd erreicht, gilt nach Brancheneinschätzung als fragwürdig. US-Kritiker würdigten den Film, der sowohl die filmischen Möglichkeiten der Romanze als auch des Kriegsspektakels aufs Äußerste auslotet, als ordentlich gemacht, aber inhaltlich flach.

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