Personalwechsel : Mal weg

„Feuchtgebiete“-Verleger Marcel Hartges wechselt vom DuMont Verlag zu Piper. Im Piper Verlag erscheinen die Bücher von Michael Moore und Hape Kerkeling.

Prominentes Stühlerücken bei den Verlagen Piper und DuMont: Nachdem sich der zum schwedischen Bonnier-Konzern gehörende Piper Verlag und sein Leiter Wolfgang Ferchl „aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung des Verlages“ getrennt haben, wie es in einer Pressemitteilung heißt, steht mit Marcel Hartges ein Nachfolger schon bereit.

Hartges war vorher beim Rowohlt-Verlag für die Taschenbuchverlage zuständig und seit 2005 Leiter des Kölner DuMont Verlags, wo er Charlotte Roches Millionenbestseller „Feuchtgebiete“ und andere Erfolgstitel, etwa von Rocko Schamoni oder Tom Rob Smith, verantwortete.

Doch auch die Bilanz von Ferchl, der 2003 von Eichborn zu Piper kam, kann sich sehen lassen: Piper ist im Moment vielleicht der rentabelste Buchverlag im deutschsprachigen Raum, hier erschienen die Bücher von Michael Moore und insbesondere Hape Kerkelings Dauerbestseller „Ich bin dann mal weg“.

Erst in diesem Jahr übernahm Piper die Verlage Pendo, Fahrenheit, Westend und die „National Geographic“-Reihe des Frederking & Thaler-Verlags. Schwächen zeigte der Münchener Verlag allerdings zuletzt im Ressort Belletristik. Nicht nur, dass wenig Piper-Romane in den Bestsellerlisten aufttauchten, auch literarische Achtungserfolge erzielte Ferchl kaum.

Dasselbe lässt sich jedoch auch vom DuMont Verlag sagen, den Hartges auf Publikumserfolge getrimmt hat. Den Weggang des Lektors Christian Döring und von Autoren wie Marcel Beyer oder Julia Franck hat DuMont bislang nicht auffangen können. Hartges, der auch Interesse gezeigt hatte, den Aufbau-Verlag zu übernehmen, soll im Frühjahr 2009 bei Piper beginnen. Wie es bei DuMont weitergeht, ist noch ungewiss. gbar

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