Kultur : Peter Handke kritisiert Vorschläge für Friedenspreis

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Der österreichische Schriftsteller Peter Handke hat die Empfehlung kritisiert, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Bundeskanzler Schröder und Außenminister Fischer zu verleihen. Das hatte der Verband deutscher Schriftsteller vorgeschlagen. „Mit diesem Vorschlag ist das Wort Schriftsteller außer Gebrauch zu setzen“, sagte der Autor in einem Interview, das am Donnerstag in der österreichischen Illustrierten „News“ erschienen ist. „Die Leute, die den Krieg gegen Jugoslawien vor vier Jahren scheinheiligst losgebrochen haben, sagen vier Jahre später noch scheinheiliger: ,Von diesem Krieg sind wir nicht überzeugt"“, sagt Handke. „Wenn man dafür vom deutschen Schriftstellerverband für den Friedenspreis vorgeschlagen wird, dann höre ich auf. Mein Beruf wird dann Rentner oder Maikäfer.“ Der Vorstand des Verbandes, Fred Breinersdorfer, hatte seine Empfehlung, Schröder und Fischer den Preis zu verleihen, Ende März ausgesprochen und mit dem beharrlichen Einsatz für eine friedliche Lösung des IrakKonflikts begründet. dpa

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