Kultur : Politiker gegen neue Rechtschreibung

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Der Widerstand gegen die Rechtschreibreform wächst ein Jahr vor ihrem endgültigen Inkrafttreten auch in den Reihen der Politik. Nach dem Vorstoß mehrerer UnionsMinisterpräsidenten unterstützt jetzt auch Bundestags-Vizepräsidentin Antje Vollmer eine Rücknahme. Die Reform habe von Anfang an „Züge von Willkür“ getragen. Berlins Kultursenator Thomas Flierl (PDS) kritisiert die vorgebliche Modernität der neuen Rechtschreibung als „Verschleierung von Geschichte“. So widerspreche die Eindeutschung von Fremdwörtern „dem Prinzip Sprache“. Dagegen warnt der Deutsche Philologenverband vor einer völligen Rücknahme der Reform. Die Rechtschreibsicherheit an den Schulen nehme dadurch weiter ab. dpa/ddp

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