Bayreuther Festspiele : Katharina Wagner ist "glücklich"

Mit Spannung wurde die erste Regiearbeit der Wagner-Urenkelin Katharina in Bayreuth erwartet. Die Neuinszenierung der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" nahm das Publikum kontrovers auf. Die 29-Jährige strebt die künftige Leitung der Opernfestspiele an.

Köln Opernregisseurin Katharina Wagner ist mit ihrem Debüt bei den Festspielen in Bayreuth zufrieden. "Ich war insofern sehr glücklich, weil es sehr kontrovers aufgenommen wurde", sagte die 29-Jährige im Deutschlandfunk. Es gebe nichts Schlimmeres, als wenn das Publikum rausgehe und denke, "wo habe ich das Auto geparkt" oder "wo esse ich jetzt eine Pizza". Die Diskussion nach einem Theaterabend sei wichtig, "dann hat man schon was erreicht". Auch ihr Vater sei mit der Inszenierung zufrieden gewesen - wenn auch "nicht mit allem".

Mit der Neuinszenierung der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" ihres Urgroßvaters Richard Wagner waren am Mittwoch die 96. Bayreuther Festspiele eröffnet worden. Die Inszenierung der "Meistersinger" sei für sie "kein Wagnis" gewesen, sagte die 29-Jährige. Sie kenne das Werk "extrem gut" und denke, dass sie etwas dazu zu sagen habe.

Die Aufnahme ihrer Inszenierung habe aber nichts mit der Frage der künftigen Festspielleitung zu tun. "Eine gute Festspielleiterin muss nicht gut inszenieren können." Mit Blick auf die Nachfolgefrage betonte Wagner, "letztlich muss mein Vater das Okay geben und die Leitung abgeben" - und das tue er noch nicht. Sie räumte zudem ein, "wenn keine Wagner befähigt ist, muss es keine Wagner werden". Neben Katharina Wagner haben auch ihre Halbschwester Eva Wagner-Pasquier und ihre Cousine Nike Wagner Interesse an der künftigen Leitung der wichtigsten Opernfestspiele weltweit. (mit ddp)

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