Berliner Symphoniker : Fest der Liebe

Beim großen Geldsegen, den der Berliner Senat in den kommenden Jahren über die hauptstädtischen Kultureinrichtungen ausschütten will, bleiben die Berliner Symphoniker mal wieder außen vor. Doch die Berliner Symphoniker geben nicht auf.

Frederik Hanssen

BerlinBeim großen Geldsegen, den der Berliner Senat in den kommenden Jahren über die hauptstädtischen Kultureinrichtungen ausschütten will, bleiben die Berliner Symphoniker mal wieder außen vor. Klaus Wowereit, der einer der Hauptakteure war, als dem Orchester 2004 im dritten Anlauf die Subventionen entzogen wurden, scheint auch in seiner neuen Rolle als Kultursenator entschlossen, die fatale Entscheidung von damals nicht zu revidieren. Dennoch geben sich die Symphoniker nicht geschlagen: Der letzte Intendant Jochen Thärichen kämpft nun ehrenamtlich darum, dass der in Jahrzehnten aufgebaute klangvolle Markenname des Orchesters weiterexistieren kann, organisiert unter dem Dach des „Berolina-Orchester e.V.“ Auftritte für die Musiker. So waren die Symphoniker bei Christoph Hagels äußerst erfolgreicher Bespielung des Bode-Museums mit Mozarts „Apollo und Hyacinth“ dabei, in der zu Ende gegangenen Saison fanden Tourneen nach Italien, Südamerika, Griechenland, Japan und in die Schweiz statt.

Für 2007/08 konnte auch dank Lior Shambadal, der dem Ensemble als Chefdirigent die Treue hält, die traditionelle Reihe mit Konzerten am Sonntagnachmittag erneut auf die Beine gestellt werden. Auch das Silvesterkonzert im Kammermusiksaal wird wieder stattfinden. Dem musikalischen Jahresausklang haben die Symphoniker dabei ein Motto gegeben, das von ungebrochenem Mut kündet: „Ein Fest der Liebe“.

Informationen unter Tel.: 030/321 10 17 oder www.berliner-symphoniker.de

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