Bundesvision Song Contest : Band "Subway to Sally" gewinnt bei Stefan Raab

Die dreistündige Show entließ die Zuschauer mit einem glänzenden Sieger: Eine Folk-Metal-Band aus Brandenburg konnte sich behaupten. Das Rennen zwischen den Sängern und Bands war denkbar knapp.

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Mit ihrem Song "Auf Kiel" räumen Subway to Sally ab. Das Rennen zwischen den Sängern und Bands war denkbar knapp. -Foto: dpa

HannoverDie Brandenburger Folk-Metal-Band Subway to Sally hat mit ihrem Lied "Auf Kiel" den von Stefan Raab veranstalteten Bundesvision Song Contest in Hannover gewonnen. Die siebenköpfige Gruppe aus Potsdam erreichte beim Grand Prix der Bundesländer am Ende nur einen Punkt mehr als der 27-jährige Clueso aus Thüringen. "So spannend wie heute war enoch noch nie", sagte Raab am Freitagmorgen nach der vom Privatsender ProSieben live übertragenen mehr als dreistündigen Show. Die favorisierten Sportfreunde Stiller und Laith Al-Deen schafften es dagegen nicht auf die vorderen Ränge.

Er habe vorher "Subway to Sally" unter die Top drei getippt, obwohl sie kaum im Radio gespielt werden, erklärt der Entertainer. Die 1992 in Potsdam gegründete Band verbindet düstere Rock- und Metalmusik mit mittelalterlichen Melodien.

Raabs Contest als Sprungbrett

Der zweitplatzierte Clueso war für viele der etwa 8500 Zuschauer in der TUI-Arena so etwas wie der Meister der Herzen. Bei seinem Popsong "Keinen Zentimeter" ließ er sich von einem klassischen Orchester begleiten. Der Erfurter bekam nicht nur Applaus von seinen mitgereisten Anhängern, sondern auch aus allen anderen Fanblöcken. Für den Sänger könnte Raabs Bandwettbewerb ein weiteres Sprungbrett sein. Prominente Unterstützer hat er: Zuletzt war er mit Herbert Grönemeyer auf Tour.

Ebenfalls überraschend landeten die Gothic Rocker von "Down Below" mit "Sand in meiner Hand" auf dem dritten Rang. Die Band aus Sachsen-Anhalt hat extra für den Bundesvision Song Contest ihr erstes deutschsprachiges Lied überhaupt aufgenommen. Mit den Plätzen eins bis drei dominierte der Osten bei der vierten Ausgabe des innerdeutschen Grand Prix.

Punkiges mit Christian Wulff

Dass die zuvor hoch gehandelten Sportfreunde Stiller am Ende mit dem Ausgang des Wettbewerbs nichts mehr zu tun hatten, überraschte auch Raab, der von einem "kleinen Favoritensterben" sprach.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) rührte als "Schirmherr" des Wettbewerbs die Werbetrommel für die niedersächsischen Jungs von Madsen. Die Band aus dem Wendland ergatterte entgegen der eigenen Erwartung mit ihrem punkigen "Nachtbaden" am Ende immerhin Platz vier. (liv/dpa)

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