Chinesen als "Unterart" : Neue Rassismus-Vorwürfe gegen Morrissey

Morrissey, der frühere Sänger der Smiths, wird erneut mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert. In einem Interview bezeichnete er Chinesen als "Unterart".

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Macht sich in China keine Freunde: Morrissey.
Macht sich in China keine Freunde: Morrissey.Foto: Owsnitzki

In dem Interview, das der britische Schriftsteller und bekennende Smiths-Fan Simon Armitage für das Wochenend-Magazin des "Guardian" führte, sprach Morrissey von Chinesen als "subspecies" (Unterart) und warf ihnen grausame Behandlung von Tieren vor. In britischen Online-Medien ist deshalb eine neue Rassismus-Debatte um den früheren Sänger der Smiths und bekennenden Tierfreund entbrannt.

"Haben Sie diese Sache in den Nachrichten über ihren Umgang mit Tieren und Tierschutz gesehen? Absolut furchtbar. Da kann man nicht anders, als zu denken, dass Chinesen eine Unterart sind", hat Morrissey der Niederschrift des Interviews im "Guardian"-Magazin zufolge zu Armitage gesagt.

"Das ist kruder Rassimus", sagte Martin Smith, Sprecher der Kampagne "Love Music Hate Racism", dem "Guardian". Morrissey hatte die Kampagne mit einer Geldspende unterstützt, nachdem er wegen eines Interviews mit dem Musikmagazin "New Musical Express" (NME) vor drei Jahren unter öffentlichen Rechtfertigungsdruck geraten war. Nun werde "Love Music Hate Racism" keine weitere Hilfe von Morrissey mehr akzeptieren, sagte Kampagnen-Sprecher Smith.

In dem NME-Interview hatte Morrissey damals sein Unbehagen über den Verlust der britischen Identität wegen der vielen Einwanderer zum Ausdruck gebracht. “Je größer der Zustrom nach England, umso mehr verschwindet die britische Identität”, hatte er damals zum Beispiel gesagt.

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