Das Ende von R.E.M. : "Losing my Religion"

Sie waren eine der größten Bands der vergangenen Jahrzehnte. Jetzt gehen sie getrennte Wege. Und einer ihrer größten Hits wird zum Soundtrack des Tages.

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22.09.2011 08:29Gut gebrüllt. R.E.M. haben ihre Auflösung bekannt gegeben.

Es ist, als hätten sie noch einmal den Zeitgeist treffen wollen. Noch einmal den Soundtrack, wenn schon nicht für eine Generation, dann doch wenigstens für diesen einen Tag schreiben wollen. Ausgerechnet am Vorabend des Papstbesuchs in Berlin gibt die amerikanische Rockband R.E.M ihre Auflösung bekannt. "Losing my Religion", einer ihrer erfolgreichsten Hits, müsste am Donnerstag wenigstens für diesen einen Tag nochmal Platz 1 der Charts einnehmen.

Dabei mangelte es R.E.M. nicht an Erfolg. Im Gegenteil. Vielleicht hatten sie zu viel davon. Vielleicht haben sie sich auch einfach überhoben in diesen drei Jahrzehnten, in denen sie fester Bestandteil einer Musikwelt waren, die sich so gravierend verändert hat, das auch R.E.M nicht mehr hinterher gekommen sind. Anfang der 90er Jahre,als die Musikindustrie vor Kraft und Millionen-Umsätzen gar nicht mehr laufen konnte, haben Michael Stipe, Bassist Mike Mills und Gitarrist Peter Buck einen Vertrag über 80 Millionen Dollar unterschrieben. Es war der endgültige Abschied aus dem Underground, der ohnehin damals begann, sich aufzulösen.

Los ging es 1980 als College-Band in Athens (Georgia). "Twisted Kites" nannten sie sich damals noch. "Murmur", ihr Debüt, landete auf Anhieb in den Top 30 der US-Charts. Vor allem aber mit ihrem 1987 erschienenen Album "Document" begann ihr Aufstieg in höhere Sphären der Popwelt. Auf diesem Album sind Stücke wie "The One I love" oder der Klassiker "It's the end of the world as we know it".

Es folgte der Wechsel zu einem großen Label und erste wirklich finanziell erfolgreiche Alben wie "Green" oder "Out of Time", auf dem auch "Losing my Religion" zu finden ist. Der absolute Durchbruch war dann "Automatic for the People". Es sollte das erfolgreichste R.E.M.-Album werden - mit 18 Millionen verkauften Exemplaren.

Woran ist R.E.M. gescheitert? Erfahren Sie mehr auf der nächsten Seite.

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