Drogenopfer : Die toten Legenden

Geraucht, geschnupft, geschluckt und gespritzt haben etliche Musiker – einige sind daran allerdings auch gestorben. Ihr trauriges Ende hat ihnen nicht selten den Ruf als Legende und einen noch größeren Ruhm als zu Lebzeiten beschert.

Ulrike Thiele / Roland Peters
Jimi Hendrix
Jimi Hendrix -Foto: Baron Woman / Promo

Elvis Presley:

Der King. Seine Fans trauern ihm so sehr hinterher, dass sie immer wieder neue Gerüchte über sein angebliches Weiterleben in die Welt setzen. Am 16. August 1977 endete das Leben des Stars tragisch. Er starb im Alter von 42 Jahren in Memphis im US-Staat Tennessee an Herzversagen – mit verantwortlich dafür war vermutlich neben seinem Übergewicht auch seine starke Medikamentensucht.

Jim Morrison: Der Sänger der "Doors“ lebte wild, frei und ungesund: LSD, Amphetamine und Heroin – eigentlich experimentierte er mit allen Drogen, die es seinerzeit auf dem Markt gab. Morrison wurde am 3. Juli 1971 im Alter von 27 Jahren tot in seiner Badewanne gefunden. Die offizielle Todesursache lautete Herzversagen. Es gibt jedoch das Gerücht, dass der Star auf einer Toilette des Pariser Nachtclubs "Rock and Roll Circus" an einer Überdosis Heroin starb – zumindest behauptet das der frühere Manager des Clubs, Sam Bernett, in einem Buch.

Bon Scott: Alkohol war sein großes Laster. Nach einer Sauftour mit einem Bekannten im Februar 1980 schlief er in dessen Auto. Im Schlaf starb der AC/DC-Sänger an einer Alkoholvergiftung. Noch immer ranken sich Gerüchte um sein Ableben: Heroin-Überdosis, Asthma-Anfall wegen der kalten Jahreszeit, oder umgeleitete Auto-Abgase sollen ihm den Tod gebracht haben.

Jimi Hendrix: Am 18. September 1970 verlor die Welt einen ihrer besten Gitarristen. Sein Leben bestand aus Sex, Drogen und Rock `n Roll – sein Tod war wenig glamourös: Hendrix erstickte im Alter von 27 Jahren an seinem eigenen Erbrochenen, nachdem er maßlos Alkohol und Schlaftabletten geschluckt hatte.

Sid Vicious: Der Bassist der “Sex Pistols“ und Urvater des Punk starb am 2. Februar 1979 an einer Überdosis Heroin in New York. Schon zu Lebzeiten machte der Rebell Schlagzeilen. Die Pistols hatten ihn nicht wegen seiner musikalischen Fähigkeiten in die Band geholt – er soll grottenschlecht Bass gespielt haben. Eher machte er durch Schlägereien auf Konzerten und mit Reportern auf sich aufmerksam. Im Drogenrausch soll er 1978 auch seine Freundin Nancy Spungen getötet haben, der Mord wurde allerdings nie ganz aufgeklärt.

Kurt Cobain: Als die Schmerzmittel nicht mehr wirkten, nahm der Nirvana-Sänger Heroin, um seine Bauchschmerzen nicht mehr zu spüren. Nach zwei erfolglosen Entzugskuren und einer Überdosis kurz vor einem Konzert verschwand Cobain über Tage. Ein Elektriker fand ihn schließlich tot auf. Er hatte sich mit einer Schrotflinte selbst erschossen. Sein Abschiedsbrief: "Better to burn out than to fade away."

Janis Joplin: Mit dem Weg zur Musik hatte die aus Texas stammende Janis Joplin auch den Weg zu den Drogen gefunden: Erst Alkohol, Cannabis und Speed, später kam auch Heroin dazu. Die Blues-Ikone starb am 4. Oktober 1970 in Los Angeles an einer Überdosis Heroin.

Keith Moon: Der Schlagzeuger der Band "The Who“ starb am 7. September 1978 in Mayfair, London. Berühmt hatten ihn neben zahlreichen zerstörten Instrumenten und Hotelzimmern auch seine Alkoholexzesse gemacht. Er starb an einer Überdosis eines Medikaments, das er einnahm, um vom Alkohol loszukommen. Er wurde 31 Jahre alt.

John Bonham: Vergangenen Dezember spielte Led Zeppelin ein Revival-Konzert in London. Den Platz am Schlagzeug musste John Bonhams Sohn Jason einnehmen, denn sein Vater starb bereits am 25. September 1980 im Alter von 32 Jahren in Windsor in England. Wie Jimi Hendrix erstickte er am eigenen Erbrochenen nach exzessivem Alkoholkonsum.

Dee Dee Ramone: Der legendäre Punkrocker der Ramones hielt länger durch - er wurde 50 Jahre alt. Am 5. Juni 2002 gab sich der Bassist den Goldenen Schuss Heroin. Nur eine Woche später hätten bei einem Konzert im Key Club Hollywood die Aufnahmen zu einem Live Album stattfinden sollen.

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