Echo-Verleihung : Herbert Grönemeyer sahnt ab

Bei Minusgraden frösteln die Popstars auf dem roten Teppich und die Fans kreischen sich warm: Zur 17. Verleihung des Musikpreises Echo sind am Freitagabend Stars wie Kylie Minogue, James Blunt und LaFee nach Berlin gekommen. Die Gewinner sind jedoch keine große Überraschung.

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Stolzer Echobesitzer: Herbert Grönemeyer schmust mit seinen beiden Trophäen. -Foto: dpa

BerlinDer Sieger des Abends ist eindeutig Herbert Grönemeyer. Nach dem Preis als Künstler National Rock/Pop erhält er bei der diesjährigen Vergabe der Musikpreise für sein Album "12" auch den Echo für das Album des Jahres. Er setzt sich damit gegen namhafte internationale Konkurrenz wie Nelly Furtado, die fünffache Grammy-Gewinnerin Amy Winehouse und Linkin Park sowie Die Ärzte durch.

Für das entsprechende Flair in der Show sorgen Künstler wie Kylie Minogue und James Blunt mit ihren Live-Auftritten. Blunt ist auch der erster Preisträger des Abends in der Kategorie Künstler International Rock/Pop. Während der schüchterne Sänger nach einer knappen Dankesrede wieder von der Bühne verschwindet, lässt sich Grönemeyer etwas mehr Zeit für sein Dankeschön. "Künstler kommt von verkünsteln", sagt er - und fügt hinzu, dass er eigentlich schwer zu handhaben sei und jemand, der nicht so gern arbeite. "Ich danke den Leuten, die mich dazu treiben, eine Platte zu machen", sagt der Musiker, der sich bereits den siebten Echo in seiner Karriere sichert.

Der Echo als Gruppe National Rock/Pop geht an die Fantastischen Vier. Ihr Album "Fornika" hatte im vergangenen Jahr Platz eins der deutschen Charts erreicht. Überreicht wird der Preis von Comedian Oliver Pocher, der eine Britney-Spears-Persiflage zum Besten gab.

Als Hit des Jahres wird "Ein Stern (der deinen Namen trägt)" von DJ Ötzi & Nik P. ausgezeichnet. Der Berliner Rapper Bushido nimmt als Künstler National HipHop/R&B zum dritten Mal infolge einen Echo mit nach Hause. Die Trophäe für den Bester Newcomer National bekommt Mark Medlock. "Ich hab das Dreckscheißding verdient, ey", sagt der "DSDS"-Star stolz. Auf sein Markenzeichen, das etwas derbe Vokabular, verzichtet der Dieter-Bohlen-Zögling auch diesmal nicht und verabschiedete sich mit dem Ruf  "Ich bin total am Arsch".

Die Auszeichnung der Deutschen Phono-Akademie wird am Freitagabend in 23 Kategorien verliehen. Zudem wird Rolf Zuckowski für sein Lebenswerk geehrt, Dieter Thomas Heck erhält einen Sonderpreis. (sgo/dpa)

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