Kommentar : Swedish School of Rock

Die Schweden haben den Dreh raus: Nadine Lange über unsere nördlichen Nachbarn, die tolle Rock- und Popbands genauso eifrig wie schmucke Regale produzieren.

Nadine Lange

Mando Diao, Cardigans, The Hives, Those Dancing Days oder Moneybrother - da kann man schon mal neidisch werden auf die Schweden, denkt man zum Beispiel an das souveräne Konzert von Mando Diao in der Columbiahalle letzte Woche. Nach einem Sixties-infizierten ersten Teil verwandelten sie das ausverkaufte Haus in einen Club und zeigten, dass sie den Discotrend schon lang kapiert haben. „Dance with somebody“ ist der Hit des Frühlings!

Und wie macht Schweden mit seinen nur neun Millionen Einwohnern das? Es liegt nicht am Wasser, und ein ABBA-Gen gibt es auch nicht. Dafür lernt jedes Kind in der Schule ein Instrument. Das würde sicher auch hier weiterhelfen, und vielleicht bekämen The Notwist als derzeit einzige international konkurrenzfähige deutsche Indie-Band endlich mal Gesellschaft. Solange können wir uns mit den fantastischen The Whitest Boy Alive trösten, die immerhin zu drei Vierteln aus Berlin stammen.

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