Konzert : The BossHoss - Bis die Harley dampft

Als Country-Alchimisten haben The BossHoss angefangen und Pop- und Rocksongs verwandelt. Inzwischen komponieren die Musiker auch selbst - zu hören am Sonnabend in der Wuhlheide.

Juliane Primus
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Von der Wüste in die Heide. Die falschen Cowboys spielen Open Air in der Wuhlheide.Foto: promo

Bei den sieben Großstadt-Cowboys von The BossHoss gibt es nicht nur was auf die Ohren, hier hört das Auge mit: Feinripp-Hemden legen muskulöse Oberarme frei, dunkle Sonnenbrillen sorgen für die nötige Coolness, und sicher wird der eine oder andere Hintern in hautengen Jeans wackelnd zur Geltung kommen. Für die, die das nicht aus dem Sattel reißt, haben The BossHoss noch ihr im Juni erschienenes Album „Do or die“ zu bieten. Mit ihrer Rockabilly-Country-Rock-Mixtur beweisen die Berliner, dass sie auch ohne Coverversionen für Stimmung sorgen.

Lang scheint es her, als sie 2005 für einen Eiscreme-Hersteller wie Eis im Sonnenschein dahinschmolzen: Bei Liedern wie „21st Century Buttkickin’ Love Affair“, „Rock on Rock“ und „Guitars and Cars“ wird gerockt, bis die Harley dampft, dazu knattern und kratzen die Stimmen der beiden Sänger. Auch in der Wuhlheide werden Alec Völkel alias „Boss Burns“ und Sascha „Hoss Power“ Vollmer ihre Stimmbänder mit dem obligatorischen Bühnenbier spülen. Dem Gitarren-, Mundharmonika- und Banjosound schaden ein paar Umdrehungen ebenfalls nicht. Verdächtig an Elvis Presley erinnern „Shake your Hips“ und „Wolf Call“ – die Kojoten werden heulen, die Ladys werden schmachten. Für zusätzlichen Rock’n’Roll beim Konzert in der Heimat wird das Londoner Trio Kitty, Daisy & Lewis sorgen. Die Geschwister, die dem Sound der Vierziger und Fünfziger frönen, tourten bereits mit Coldplay durch Amerika. Da kann man schon mal seinen Cowboy-Hut ziehen.

Kindl-Bühne Wuhlheide, Sa 22.8., 18 Uhr, 38 €

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