Musik : Aggro Berlin fordert Kunstfreiheit

Die wegen des neuen B-Tight-Albums "Neger Neger" erneut in die Kritik geratene Plattenfirma Aggro Berlin weist die Vorwürfe wegen der Verbreitung rassistischen Gedankenguts zurück.

B-Tight
Das Cover von "Neger Neger". -Foto: Aggro Berlin

Die wegen des neuen B-Tight-Albums "Neger Neger" erneut in die Kritik geratene Plattenfirma Aggro Berlin weist die Vorwürfe wegen der Verbreitung rassistischen Gedankenguts zurück. "B-Tight macht einfach seine Musik, wir vermarkten sie, seine Fans hören sie", teilte das Berliner Label mit. Aggro Berlin kritisierte zudem, dass in einer angeblich gesamtgesellschaftlichen Debatte "ein einzelner Künstler am Pranger stehen soll". Das Label werde die Produkte seiner Künstler weiter bewerben und freue sich "auf neue inhaltliche Auseinandersetzungen".

B-Tight selbst sagte: "Ich hab mir noch nie etwas gefallen lassen. Schon gar nicht von solchen Heuchlern." Er habe immer gedacht, nur die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wolle seine Musik verbieten. Aber offenbar gebe es mit der Band und dem Verein Brothers Keepers "jetzt eine neue Prüfstelle".

Die Brothers Keepers hatten am Montag die Petition "Das Schweigen brechen" gestartet. Darin fordern sie von dem Label Aggro Berlin ein Ende der Produktion und Vermarktung rassistischer und sexistischer Inhalte. Zudem soll der Vertrieb Groove Attack den Verkauf der Platte "Neger Neger" von B-Tight einstellen. Neben der SPD-Kulturpolitikern Monika Griefahn unterstützen unter anderen Smudo von den Fantastischen Vier, der Publizist Roger Willemsen und die Grünen-Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck die Aktion. (mit ddp)

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