Musikfestival : Blues aus dem Maghreb beim Jazzfest

Das Jazzfest Berlin 2007 steht im Zeichen der Begegnung von Musikern unterschiedlicher Traditionen. Zur Eröffnung treten muslimische und jüdische Künstler gemeinsam auf.

Haus der Berliner Festspiele
Ort mit Jazz-Tradition: Das Haus der Berliner Festspiele. -Foto: Burkhard Peter

BerlinDie Musiker aus Algerien und Frankreich spielen zur Festivaleröffnung am 31. Oktober gemeinsam die traditionelle maghrebinische Chaabi-Musik. Bis zum 4. November sind auch der Keyboarder Django Bates aus Großbritannien, der amerikanische Klarinettist Michael Moore und der finnische Gitarrist Kalle Kalima zu hören.

Auf Einladung des künstlerischen Leiters Peter Schulze tritt auch der ehemalige Pink-Floyd-Schlagzeuger Nick Mason auf. Das Trio Madeira Brasil spielt unter der Leitung des Gitarristen Yamandú Costa die brasilianische Choro-Musik, die dem Jazz "nicht unähnlich" sei.

Blues aus dem Maghreb

Nach der algerischen Unabhängigkeit 1962 emigrierten viele jüdische Chaabi-Musiker nach Frankreich. Der so genannte Blues aus dem Maghreb geriet in Vergessenheit. Beim Jazzfest treten die algerischen und französischen Künstler, die vor bis zu fünfzig Jahren den Chaabi gemeinsam erlernten und seither kaum noch Kontakt untereinander hatten, als Gruppe auf. Es ist ein Projekt der irisch-algerischen Filmemacherin Safinez Bousbia und des Blur-Sängers Damon Albarn.

Festivalbühnen sind neben dem Haus der Berliner Festspiele in Wilmersdorf die Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg sowie das "Quasimodo" und das "A-Trane" in Charlottenburg. Der Kartenvorverkauf beginnt Ende September. (mit dpa)

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