Musikfestival : Pete Doherty spielt auf dem Flughafen Tempelhof

Am 7. August wird Pete Doherty sein einziges Konzert in Deutschland spielen - und zwar auf dem Flughafen Tempelhof. Der Babyshambles-Sänger ist der Star beim "Berlin Festival 2009".

Nana Heymann
doherty
Rocker auf dem Rollfeld: DohertyFoto: ddp

Das Ankündigen seiner Konzerte ist immer so eine Sache: Nie weiß man, ob Rocker Pete Doherty, 30, tatsächlich kommen wird. Und doch wagen es die Organisatoren des „Berlin Festivals“ und haben den Frontmann der Babyshambles als Headliner für ihre Veranstaltung gebucht. Am Freitag, den 7. August, soll er auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof spielen. Mehr als 10 000 Fans werden erwartet.

Zuletzt war Doherty vor anderthalb Jahren in der Stadt, und zum Erstaunen mancher Konzertbesucher eröffnete er damals die Show in der Columbiahalle pünktlich. Gewohnt ist man das von ihm nicht. Bisweilen ließ er seine Fans stundenlang warten, um dann mitten in der Nacht doch noch aufzutauchen und so zu tun, als sei nichts gewesen. Einmal wurde ein Berlin-Termin komplett abgesagt. Die Begründung: Der Rock-Star habe in Großbritannien seinen Reisepass verbummelt und es nicht geschafft, sich rechtzeitig einen neuen zu besorgen.

Sollte das oder Ähnliches diesmal wieder der Fall sein, gibt es für die Besucher des „Berlin Festivals“ genügend musikalischen Ersatz: Neben Doherty, der neuerdings lieber mit Peter angesprochen werden will, stehen am Eröffnungstag unter anderem auch Peaches, Dear Reader, Saint Etienne, Dendemann und José Gonzales auf dem Programm. Für den zweiten Festivaltag, den 8. August, haben sich Deichkind, Jarvis Cocker, Bonaparte oder auch Zoot Woman angesagt. Es wird das erste Mal sein, dass auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof ein Musikfestival stattfindet, drei Bühnen werden dafür errichtet. Das Tagesticket kostet 32 Euro, für beide Tage 49 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr.

Die Chancen, dass Pete Doherty seine Verpflichtung wahr nimmt, stehen derzeit gut. Die Zeit der Drogenexzesse scheint vorbei. Er sei clean, erklärte er vor kurzem. Und erst vor zwei Wochen flog er nach Portugal, um ein paar Lieder einzuspielen. Dabei soll es sich unter anderem um Stücke handeln, die er noch mit seiner einstigen Band The Libertines geschrieben hat. Ohnehin scheint der Ehrgeiz des 30-Jährigen derzeit groß. In einem Interview mit einer britischen Musikzeitschrift wetterte er gegen Oasis. Deren letzte Platte habe zwar bewiesen, „dass sie es immer noch können“. Trotzdem müsse ihnen klar gemacht werden, „dass es Leute gibt, die sie überbieten“. Mit dem Auftritt beim „Berlin Festival“ könnte er den Beweis antreten.

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