Musiksommer 2008 : Besucherrekord beim Highfield Festival

Drei Tage haben Rockfans am Stausee Hohenfelden ein Festival der Extraklasse erlebt - beim "besten Highfield aller Zeiten". Bands wie die Die Ärzte, The Hives und The Killers präsentierten den 25.000 Besuchern ein Rockfeuerwerk nach dem anderen.

Denni Klein[dpa]

HohenfeldenStimmungs- und Besucherrekord beim größten Rockmusik-Spektakel Ostdeutschlands: In Thüringen haben 25.000 Fans aus ganz Deutschland drei Tage lang das Highfield Festival gefeiert. In seiner elften Auflage ist das Fest am Stausee Hohenfelden (Weimarer Land) erstmals ausverkauft gewesen. "Wir freuen uns über die Rekordkulisse, die gelungene Bandmischung und auch über das beste Wetter der Festivalgeschichte", sagte Sprecherin Katja Wittenstein. Zu den Höhepunkten zählten die Auftritte der Ärzte, der schwedischen Rocker The Hives und der US-amerikanischen Band The Killers. Musiker und Fans waren sich einig: "Das war das beste Highfield aller Zeiten."

Erwartet gut, wenn auch wenig überraschend präsentierten sich am frühen Sonntagmorgen die Berliner Punkrocker "Die Ärzte". Bis 2:15 Uhr gaben sie in 135 Konzertminuten und drei Zugaben in bewährt unterhaltsamer Weise Klassiker wie "Rebell" und "Schrei nach Liebe", und viele Hits ihres aktuellen Albums "Jazzfäst", darunter "Lasse redn" und "Junge", wieder. Beim Rockfaktor liefen ihnen allerdings die unmittelbar davor aufgetretenen Rocker aus Schweden, The Hives, klar den Rang ab. Mit ihrer Frage an das Publikum "Seid ihr bereit, zu explodieren", gaben sie die Richtung ihrer 90-minütigen Bühnenshow vor: Mit ihren E-Gitarren entfachten die fünf Jungs ein wahres Rockfeuerwerk, dass selbst Fans in der letzten Reihe die Hände unentwegt zum sternenklaren Nachthimmel recken ließ.

Eine Wonne für Fans und Musiker

Bereits am Freitag gelang den Killers ähnliches, auch wenn ihr Auftritt zeitweilig etwas abgespult wirkte. Ein musikalisches Ausrufezeichen setzten am Freitagnachmittag, gleich als zweite Band angetreten, die Subways. "Das war sensationell", sagte Micha aus Dresden. Wie er feierten viele die Auftritte der Plain White T's ("Hey There Delilah") und der unvergessenen musikalischen WM-Helden Sportfreunde Stiller ("'54, '74, '90, 2006"). Von der Stimmung einmal mehr begeistert, dankte Sänger Peter Brugger den Fans: "Es ist für uns eine Wonne, für euch hier zu spielen."

Hinter den Erwartungen zurück blieb am Samstagabend die Hamburger Combo Kettcar. "Die haben mehr überflüssiges Zeug geredet, als gerockt", sagte Anne aus Hannover enttäuscht. Kettcar-Sänger Marcus Wiebusch beeilte sich dann auch zu erklären, dass es der Band um anspruchsvolle Texte gehe und sie dankbar für den Auftritt seien.

Der krönende Abschluss

Insgesamt konnten die Fans bis zum Sonntagabend 42 Bands auf zwei Bühnen erleben. Den krönenden Abschluss sollten am späten Sonntagabend die Berliner Rocker der Beatsteaks geben. Wie Musiker und Fans waren schließlich auch die Veranstalter sehr zufrieden mit dem diesjährigen Festival in der Idylle am Staussee Hohenfelden. "Zelten top, Sicherheit top, ernsthafte Zwischenfälle Fehlanzeige", zog Sprecherin Wittenstein Bilanz. 450 Sicherheitsleute und rund 100 Sanitäter hatten drei Tage lang zu ungestörter Feierstimmung beigetragen. Auch das Wetter spielte nach vielen regenreichen Festivaljahren dieses Mal mit. "Mit der ersten Band am Freitag verzog sich der Regen, und die Mondfinsternis über der Festivalbühne in der Nacht zum Sonntag war die perfekte Zugabe."

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