Pop-Tipp : Junior Boys, Bat For Lashes, Royal Bangs

Was Nadine Lange, Pop- und Film-Expertin bei Ticket und Tagesspiegel, derzeit pausenlos hört.

Nadine Lange
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Nadine Lange.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Junior Boys: Begone Dull Care


Ein perfekter Nachtflug-Soundtrack ist dem kanadischen Duo mit seinem dritten Album gelungen: Melancholische Elektronika, die mal in auf die Tanzfläche ziehen und mal tief in den Sessel drücken. Mit diesen acht Tracks kann ich mich auch darüber hinwegtrösten, dass immer noch kein neues Album von Zoot Woman in Sicht ist.

Bat For Lashes: Two Suns
Natasha Kahns Debüt „Fur & Gold“ (2006) war ein faszinierender Trip auf den Spuren von Kate Bush, Tori Amos und Anne Clark. Jetzt präsentiert sie ein Konzeptalbum, das sich um das Thema Dualität und ihr spirituelles Alter Ego namens Pearl dreht. Das liest sich schlimmer als es klingt. Denn das Album entwickelt nach einigen Durchläufen eine ganz eigene hypnotische Kraft. Es ist nicht so zugänglich wie der Vorgänger, doch einige Songs haben auf mich eine süchig machende Wirkung (z. B. „Daniel“). Und hey, es gibt auch ein Duett mit dem großen Scott Walker!

Royal Bangs: Cat Swallow
vom Album We breed Champions
Ein super Indie-Rockhit. Macht mir sofort gute Laune und der Refrain klemmt den ganzen Tag zwischen den Synapsen fest. Ich wette den Song hätten sowohl Sonic Youth als auch Evan Dando gern geschrieben.

Nadine Lange kam in der Rheinmetropole Leverkusen zur Welt. Nach Studium und Journalistenschule in München lebt sie seit 1999 in Berlin. Beim Tagesspiegel betreut sie das Veranstaltungmagazin TICKET und schreibt für den Kulturteil über Pop-Musik und gelegentlich über Filme. Trotz Indie-Rock-Sozialisation interessiert sie sich nicht nur für Gitarrenlärm, sondern auch für Electro-Pop, Singer/Songwriter und HipHop.

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