Pop-Tipp : Sebastien Tellier, Dizzee Rascal & Armand Van Helden, Fever Ray

Der Sound, ohne den der DJ und Musikjournalist Martin Böttcher nicht sein möchte.

Martin Böttcher
270240_0_43b2bdf1.jpg
Martin Böttcher.Foto: promo

Sebastien Tellier: L'Amour Et La Violence (Boys Noize Euro Remix)



Sebastien Tellier, der Franzose, der vor einem Jahr sein Heimatland beim Eurovision Song Contest vertreten hat, ist der Beste. Jedenfalls seitdem er den elektronischen Synthesizerklang a la Giorgio Moroder entdeckt hat. Fast jeder Song seines Albums Sexuality ist ein Hit, aber "Die Liebe und die Gewalt" hat geheime Kräfte, vor allem im Remix von Boys Noize. Denn Boys Noize (ein Hamburger, der wie so viele ein neues Zuhause in Berlin gefunden hat) treibt dem Song den Kitsch aus und macht ihn zu einer der schönsten Tanzflur-Nummern der letzten Monate.

Dizzee Rascal & Armand Van Helden: Bonkers (Dub Mix)

Dylan Kwabena Mills, nicht nur in London besser bekannt als Dizzee Rascal, will für die Musik das sein, was Bruce Lee für die Kampfkunst war. Sagt er jedenfalls. Seine Songs, vor allem in letzter Zeit, sprechen aber eine andere Sprache: Der englische Rapper ist eher das, was Knut für den Berliner Zoo ist: Ein Kassenmagnet, der mal niedlich war, irgendwie lustig, aber auch ganz schön respekteinflössend. Wie er und House-Meister Armand Van Helden auf  das durchgeknallte Bonkers kamen, ist egal. Bringt aber auch Eisbären mit zottligem Fell zum Tanzen und mitschreien. Betrunkene Engländer sowieso.

Fever Ray: Triangle Walks (Rex The Dog Remix)

Rex The Dog hat es raus: Das geheimnisvolle Triangle Walks der ehemaligen The-Knife-Sängerin Karin Dreijer-Andersson alias Fever Ray lässt er eigentlich angemessen mysteriös an einem vorbei gleiten. Aber dann kommt da diese absolut 80er-Jahre-taugliche Synthesizer-Hookline, die er extra für diesen Song erfunden hat und macht aus einem sehr guten einen großartigen Track. Langsamer Electro-Pop mit Klassenfahrt-Feeling - damals, auf der Abschiedsfete, kurz vor der Engtanz-Runde!

Martin Böttcher ist Musikjournalist „für alles“ und DJ mit Hang zum  TechnoElectroHouse. Er arbeitet für Deutschlandradio Kultur, verschiedene RBB-Wellen und das Internetradio „byte.fm“. Martin Böttcher hatte seine DJ-Premiere im Keller des alten Berliner „Tresor“ und hat danach in Clubs wie dem „Cookies“, dem „GMF“ und dem „Crackers“ gespielt.  Derzeit ist er fast jede Woche in Tim Raues „Ma Bar“ zu erleben.

Und hier gibt es mehr (Playlisten zum Beispiel):

www.myspace.com/ostwestberlin
www.myspace.com/zeittunnel
www.byte.fm/index.php?cont=moderatoren_detail&moderator=41

Sind uns gute neue Bands, DJs etc. aus Berlin entgangen? Nennen Sie uns Ihren Geheimtipp, dazu klicken Sie bitte
hier.


0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben