Pop-Tipp : The Field, Bloc Party, La Rez

Der Sound, ohne den der DJ und Musikjournalist Martin Böttcher nicht sein möchte.

Martin Böttcher
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Martin Böttcher.Foto: promo

The Field - Yesterday and Today



Ein Album, sechs Tracks. Der kürzeste knapp sieben, der längste fast sechzehn Minuten lang. Eine seltsam mitreissende Tour, auf die der schwedische Produzent Axel Willner alias "The Field" einen da mitnimmt: Ein bisschen Krautrock, ein bisschen Minimal, ein gehöriger Schuss Neo-Trance. Faszinierende Monotonie - wer beim Hören nicht  zumindest ein paar Glückshormone freisetzt, der hat vermutlich keine Synapsen mehr.

Bloc Party - Intimacy Remixed

Die Londoner Indie-Band Bloc Party ist sowieso nicht geizig, wenn es um die Veröffentlichung von Remixen geht. Und jetzt (wie schon bei  ihrem ersten, "Silent Alarm") ein gesamtes Album durch den Remix-Wolf gedreht. Sehr schön, die ohnehin heftigen Songs  auch in der Electro-Variante zu hören. Musik fürs Cabrio! Oder zumindest fürs offene Schiebedach.

La Rez - Wo kommen wir her?

Schwer, das (musikalische) Rad neu zu erfinden. Aber manchmal tun es ja auch altbekannte Zutaten: Eine Drummachine, ein Synthesizer, eine Vocoderstimme. Und wenn sich ein echter Berliner wie ich für einen Song begeistert, der hauptsächlich aus der Zeile "Wo kommen wir her? Frankfurt am Meer!" besteht, dann muss es sich um einen Ohrwurm handeln. Tut es auch.

Martin Böttcher ist Musikjournalist „für alles“ und DJ mit Hang zum  TechnoElectroHouse. Er arbeitet für Deutschlandradio Kultur, verschiedene RBB-Wellen und das Internetradio „byte.fm“. Martin Böttcher hatte seine DJ-Premiere im Keller des alten Berliner „Tresor“ und hat danach in Clubs wie dem „Cookies“, dem „GMF“ und dem „Crackers“ gespielt.  Derzeit ist er fast jede Woche in Tim Raues „Ma Bar“ zu erleben.

Und hier gibt es mehr (Playlisten zum Beispiel):

www.myspace.com/ostwestberlin
www.myspace.com/zeittunnel
www.byte.fm/index.php?cont=moderatoren_detail&moderator=41

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