Rassismus in den USA : Alicia Keys: "Wir müssen beten"

Als Reaktion auf den Tod des Afroamerikaners Eric Garner hat US-Sängerin Alicia Keys einen neuen Song veröffentlicht.

Alicia Keys ruft zum Gebet auf. Foto: dpa
Alicia Keys ruft zum Gebet auf.Foto: dpa

US-Soulsängerin Alicia Keys hat mit der Veröffentlichung ihres Songs "We gotta pray" ("Wir müssen beten") auf den Tod Eric Garners reagiert. Der Afroamerikaner starb im Juli dieses Jahres durch den Würgegriff eines weißen Polizisten. Mit dem Song, zu dem ein Clip mit Fotos von Protesten gegen Rassismus veröffentlicht wurde, will die Sängerin auf Polizeigewalt gegen Schwarze aufmerksam machen.

Zwar habe sie den Song schon vor einer Weile aufgenommen. Der Text habe aber nie mehr bedeutet als momentan, schrieb Keys auf Twitter. Der zugehörige Clip zeigt auch Zitate der Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi, Nelson Mandela und Martin Luther King. Eric Garner wurde der Verkauf unversteuerter Zigaretten vorgeworfen.

Im Zuge eines Wortgefechts wurde Garner von mehreren Polizisten niedergerungen. Er verstarb an den Folgen eines Würgegriffs. Zu dem Vorfall kursiert ein Videoclip im Netz. Am 3. Dezember verkündete die Grand Jury, keine Anklage gegen den Polizisten Daniel Pantaleo zu erheben. Dieser hatte den tödlichen "chokehold" angewendet. In der Folge kam es zu teils gewaltsamen Ausschreitungen und Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus. Die New York Times nannte Alicia Keys' Song eine "Hymne". (dpa)

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