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Roxette in der O2 World : Auf jeden Fall besser als Dieter Bohlen

25.10.2011 14:34 Uhrvon
Roxette Foto: PromoBild vergrößern
Roxette - Foto: Promo

Nach zehnjähriger Pause ist das schwedische Rock-Duo Roxette wieder auf Welttournee. In der O2 Arena spielten sie am Montagabend ihre großen Hits von damals - und überraschten unseren Kritiker.

"I'm gonna get dressed for success…" singt die beängstigend dürre Marie Fredriksson mit starker Stimme, während Per Gessle Kraftakkorde in eine rote Gibson ES-335-Gitarre schmettert, ein geradezu klassisches Riff a là "Louie Louie"/"Wild Thing". Die beiden Akteure vom schwedischen Duo Roxette müssen sich nichts Schrilles mehr anziehen um des Erfolges Willen, "…shaping me up for the big time, baby". In der gut besuchten O2 World verzichten sie auf jegliches Tamtam, Theater, extravagante Bühnendeko und flimmernde Videowände. Sie setzen lediglich auf die pure Wirkung ihrer Musik, die Songs, ihre Bühnenpräsenz. Und es funktioniert prächtig.

Zumal ihnen auch eine hervorragende Band den Rücken stärkt.

"Dressed For Success" stammt vom zweiten Album "Look Sharp" aus dem Jahr 1988. Da waren Roxette, die einst beschlossen hatten, mit Pop die Welt zu erobern, schon auf dem besten Weg zum ganz großen internationalen Erfolg. Die eingängigen Pop-Songs Gessles kombiniert mit Fredrikksons eindringlicher Stimme, sowie ein tanzbarer Disco-Sound im Zeitgeist der 80er/90er-Jahre bescherten Roxette unzählige Hits mit zig Millionen verkaufter Platten.

Nach schwerer Krankheit Fredrikssons und zehnjähriger Pause, sind sie nun wiedervereinigt auf Welttournee und spielen ihre großen Hits von damals. "Sleeping In My Car", "The Big L.", "Wish I Could Fly", "Dangerous", "The Look". Schlag auf Schlag. Gute zwei Stunden lang.

Im Konzert klingen Roxette heute besser als auf den alten Konserven. Haben die Studioprodukte immer mehr nach Programmierer getönt, mehr nach synthetischen Computer-Sounds als nach menschlichen Regungen, geben heute echte Musiker, die offensichtlich Spaß an der Sache haben, den Songs einen dichten Rocksound. Bis auf wenige Ausnahmen, etwa beim blubbernden Synthie-Disco-Beat von "Opportunity Nox", bauen Roxette vorwiegend auf knallige Gitarren. Christopher Lundqvist erinnert mit seiner geschmackvollen Leadgitarre, auch auf der Lap-Steel, immer ein wenig an David Gilmour, während Per Gessle soliden Rhythmus rockt.

Wenn er zwischendurch von Marie Frederiksson den Gesang übernimmt, erinnert seine Stimme ein wenig an den Gesang von Marc Bolan. Das ist auf jeden Fall besser als Dieter Bohlen. Überhaupt waren Roxette viel besser als erwartet.

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