Soundcheck : CD-Neuerscheinungen

Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche.

POP

CSS

Donkey (SubPop)

Vor zwei Jahren machten sie in der Maske sexbesessener Electro-Clash-Dilettanten hübschen Krach, der sich ganz ordentlich  verkaufte. Auf ihrem zweiten Album umschiffen CSS ganz cool die Fallgruben des Erwartungsdrucks. Die Band ist durch schwere Zeiten getaumelt und erwachsen geworden. Das Resultat des Reifeprozesses ist ein Pop-Album, das zu den besten dieses Jahres gezählt werden muss. Andreas Müller, Moderator


FOLK-ROCK The Dodos Visiter (Wichita)

Ein echter Wolf im Schafspelz, diese CD: Gitarre, Schlagzeug, Gesang – mit dieser Instrumentierung arbeiten Musiker normalerweise an ihrem Kaffeehaus-Album. Doch angesichts aufdringlicher Rhythmen und eindringlicher Songs könnte man sich schnell am Milchschaum verschlucken. Die Dodos rocken! Ganz ohne Krach und brachiale Sounds. Martin Böttcher, Musikjournalist

SINGER-SONGWRITER  Conor Oberst Conor Oberst (Wichita)

Mit seiner Band Bright Eyes und dem Label Saddle Creek brachte Conor Oberst Omaha, Nebraska auf die Poplandkarte. Inzwischen ist er viel herumgekommen. In Mexiko spielte der 28-Jährige ein entspanntes, schlankes Soloalbum ein, mit dem er beweist, dass er zu Recht als einer der besten Songwriter seiner Generation gilt. Nadine Lange, Tagesspiegel

FOLK Nervous Nellie Ego and the Id (Hazelwood)

Eine neue Folge der Serie „Schönes aus Schweden“. Heute: Unschwedisch klingender Folk-Indiepop, der an Beach Boys und Violent Femmes erinnert. Die vier Musiker von Nervous Nellie zwei Brüder mit Bärten und zwei Brüder ohne Bärte. Sie geben sich keine Mühe, ihre Vorbilder zu verheimlichen und das macht sie ziemlich sympathisch. Schöne Sommerplatte.Simon Brauer, Radioeins

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